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Mitschneidegerät innoventif EyeSDN

innoventif EyeSDN: FAQ

Wo werden die Mitschnitte im Grundzustand gespeichert?


Es hängt davon ab, ob Sie in der Dienst-Konfiguration das automatische Mitschneiden aktiviert haben oder ob Sie Mitschnitte mittels Ruf-Monitor manuell durchführen.

Automatisch hergestellte Mitschnitte werden im Ordner C:\Recordings des Computers gespeichert, an den das EyeSDN angeschlossen ist. Der Computer heißt in dem Zusammenhang "Server".
Mit dem Ruf-Monitor manuell hergestellte Mitschnitte werden im Verzeichnis Musik des jeweiligen Benutzers gespeichert, also ggf. auf einem Client, d. h. einem Computer, der über LAN mit dem Server verbunden ist.

Wie kann ich den Speicherort der automatischen Mitschnitte ändern?


Starten Sie das Programm "Dienst-Konfiguration". Sie müssen zu dem Zweck nicht am Server sitzen, sondern können das Programm auf einem Client im LAN verwenden. Falls Sie an einem Client arbeiten, klicken Sie auf das Symbol "Verbindung zum Server trennen" und geben die IP-Adresse des Servers ein oder wählen den Server aus der Liste. Klicken Sie auf "OK." Falls in der Liste der Geräte mehrere angezeigt werden, klicken Sie auf die passende Zeile. Klicken Sie auf die drei Punkte rechts neben „Speicherort“. Es öffnet sich die „Speicherortverwaltung“. Sie haben zwei Möglichkeiten:

Wenn Sie ein neues Verzeichnis auswählen möchten, klicken Sie auf „Hinzufügen“. Klicken Sie auf die drei Punkte rechts neben „gerätespezifischer Speicherort“. Wählen Sie den Verzeichnispfad, in dem die Mitschnitte gespeichert werden sollen. Bestätigen Sie mit „OK“. Bestätigen Sie das neue Verzeichnis mit „Anwenden“. Sie werden zurück in die „Speicherortverwaltung“ geleitet. Bestätigen Sie mit „Auswählen“. Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".

Wie kann ich Mitschnitte automatisch nach einer Anzahl von Tagen löschen lassen?


Klicken Sie in der Dienst-Konfiguration auf die drei Punkte rechts neben „Speicherort“. Wählen Sie den verwendeten Speicherort aus der Liste und klicken auf „Bearbeiten“. Unter „Maximale Speicherdauer in Tagen“ geben Sie die Anzahl von Tagen ein. Wenn die Dateien unbefristet gespeichert werden sollen, geben Sie eine Null ein. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit "Anwenden". Klicken Sie auf den verwendeten Speicherort und bestätigen mit "Auswählen". Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".

Wie kann ich Mitschnitte automatisch nach Erreichen einer bestimmten Speicherkapazität löschen lassen?


Öffnen Sie die Dienst-Konfiguration. Klicken Sie auf die drei Punkte rechts neben „Speicherort“. Wählen Sie den verwendeten Speicherort aus der Liste und klicken auf „Bearbeiten“. Unter „Ringspeicher (MB)“ tragen Sie die Obergrenze des Datenvolumens ein. Wenn Sie keine Grenze vorgeben möchten, tragen Sie eine Null ein. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit "Anwenden". Klicken Sie auf den verwendeten Speicherort und bestätigen mit "Auswählen". Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".

Wie kann ich am ISDN-Anschluß einseitig mitschneiden?


Klicken Sie in der Dienst-Konfiguration auf „Bearbeiten". Klicken Sie auf die Reiterkarte „Datei-Formate“. Rechts befindet sich eine Drop-Down-Liste. Wenn Sie den Gesprächsteilnehmer mitschneiden möchten, dessen Gerät mit dem EyeSDN verbunden ist, wählen Sie „TE“. Wenn Sie den fernen Gesprächsteilnehmer mitschneiden möchten, wählen Sie „NT“. Bestätigen Sie mit "Anwenden". Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".

Wie steuere ich den Mitschnitt durch Tonwahltasten?


Klicken Sie in der Dienst-Konfiguration auf „Bearbeiten“ und wählen die Reiterkarte „Manuelle Rufsteuerung“. Setzen Sie den Haken vor „DTMF Steuerung“. Bestätigen Sie mit „Anwenden“ und starten das Gerät neu. Im Grundzustand gelten folgende Tasten:
Um den Mitschnitt zu starten, drücken Sie „10“. Wenn ab diesem Zeitpunkt das ganze Gespräch mitgeschnitten werden soll, brauchen Sie nichts weiter zu tun. Wenn Sie das Mitschneiden vor Gesprächsende stoppen möchten, drücken Sie „11“. Der Mitschnitt wird sofort gespeichert. Wenn Sie das gesamte Gespräch mitschneiden wollen, drücken Sie im Gesprächsverlauf „12“. Um während des Telefonats den Anruf „stummzutasten“, z.B. zur Eingabe einer PIN, drücken Sie „14“. Die Standarddauer für das Stummtasten beträgt 15 Sekunden. In diesem Zeitraum hören Sie im Mitschnitt einen Pfeifton. Sie können sie unter dem Punkt „Zeitspanne für Stummtasten (s)“ ändern. Wenn Sie einen bereits gestarteten oder gespeicherten Mitschnitt doch verwerfen möchten, drücken Sie „13“.

Wie stelle ich ein, daß Gespräche nicht automatisch mitgeschnitten werden und ich trotzdem die Möglichkeit habe, Gespräche von Fall zu Fall mitzuschneiden?


Klicken Sie in der Dienst-Konfiguration auf „Bearbeiten“ und wählen die Reiterkarte „Manuelle Rufsteuerung“. Entfernen Sie den Haken vor „Automatische Aufzeichnung“ und setzen den Haken vor „TCP Client Steuerung“. Bestätigen Sie mit „Anwenden“. Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".
Starten Sie den Ruf-Monitor. Klicken Sie im Menü auf „Extras“ und aktivieren mit einem Klick die „Client-seitige-Aufnahme“. Jetzt können Sie mit dem Ruf-Monitor über die rote Schaltfläche „Aufnahme starten“ Gespräche von Fall zu Fall mitschneiden.

Wie kann ich Mitschnitte einschließlich des Wählens und der Ruftöne erzeugen?


Starten Sie das Programm "Dienst-Konfiguration", wie oben beschrieben. Klicken Sie auf die Zeile des Geräts, dann auf die Schaltfläche "Bearbeiten". Klicken Sie auf Reiterkarte "Datei-Formate". Wählen Sie in der Zeile "Dekoder-Format" statt "DSS1" "Sprachaktivierung (A-Law)":

Dialog Datei-Formate

Der Nachteil dieser Methode ist, daß die Rufnummern der beteiligten Teilnehmer nicht in der Mitschnittliste gespeichert werden.

Wie sorge ich dafür, daß Gesprächspausen automatisch nicht aufgezeichnet werden?


Wählen Sie in der Dienst-Konfiguration das gewünschte Gerät. Klicken Sie auf „Bearbeiten“ und wechseln auf die Reiterkarte „Datei-Formate“. Wählen Sie aus der Drop-down-Liste rechts neben „Dekoder-Format“ die Einstellung „Sprachaktivierung (A-Law)“ (siehe Bild oben). Klicken Sie auf „Erweitert“. Es öffnet sich der Dialog „Sprachaktivierungseinstellungen“ mit folgenden Einstellungsmöglichkeiten:
Sprachaktivierungsschwelle: Legen Sie fest, ab welchem Dezibel-Wert, d.h. ab welcher Lautstärke, Mitschnitte starten sollen. Im Zweifelsfall tragen Sie einen Wert ein und finden durch Testanrufe heraus, ob er geeignet ist.
Stilleperiode zur Sprachdeaktivierung: Legen Sie fest, nach wie vielen Stillesekunden Mitschnitte gestoppt werden sollen.
Bestätigen Sie die Eingaben mit „Anwenden“. Es erscheint die Frage, ob das Gerät neu gestartet werden soll. Klicken Sie auf "Ja".
Eine Besonderheit dieser Methode ist, daß die Anrufer-Rufnummer und die angerufene Rufnummern nicht gespeichert werden können, weil der D-Kanal nicht ausgewertet wird.

Kann ich am ISDN-Anschluß ständig einen D-Kanal-Trace mitlaufen lassen, um im Fall eines Fehlers nachträglich die Daten der fraglichen Zeit auszuwerten?


Ja, denn im Grundzustand wird der D-Kanal-Trace automatisch erzeugt und pro Tag gespeichert. Sie finden ihn im Mitschnitt-Finder auf der Reiterkarte "D-Kanal", und zwar pro Tag eine Datei. Klicken Sie doppelt auf den Tag. Der Trace wird automatisch mit Wireshark geöffnet, wenn Wireshark installiert ist. Sie finden Wireshark auf der Installations-CD von EyeSDN.

Wie lasse ich am ISDN-Anschluß ständig einen D-Kanal-Trace mitschreiben, ohne gleichzeitig alle Gespräche mitzuschneiden?


Klicken Sie in der Dienst-Konfiguration auf „Bearbeiten“ und wählen Sie die Reiterkarte „Datei-Formate“. Wählen Sie aus dem Drop-down-Menü neben „B Audio-Format“ „Deaktiviert“. Wechseln Sie auf die Reiterkarte „Manuelle Rufsteuerung“ und entfernen Sie die Haken vor „TCP Client Steuerung“ und „DTMF Steuerung“. Bestätigen Sie mit „Anwenden“ und starten Sie das Gerät neu.

Hinweis: Voraussetzung ist, daß auf der Reiterkarte „Datei-Formate“ bei „D Trace-Format“ nicht „Deaktiviert“ ausgewählt ist.

Wie erzeuge ich am ISDN-Anschluß von Fall zu Fall einen D-Kanal-Trace?


Wenn Sie nicht ständig Daten mitschreiben lassen möchten, starten Sie die Dienst-Konfiguration und stellen den Typ des D-Kanal-Trace auf "deaktiviert".

Dialog Datei-Formate mit D-Kanal-Trace

Starten Sie den Rufmonitor und klicken auf die Zeile des D-Kanals:

Rufmonitor D-Kanal-Trace

Klicken Sie auf die rote Aufnahme-Schaltfläche. Das Erzeugen des Trace beginnt. Wenn Sie ihn stoppen möchten, klicken Sie auf die blaue Stop-Schaltfläche. Wenn Wireshark installiert ist, wird anschließend der Trace in Wireshark geöffnet:

Wireshark

Welchem Zweck dient der Ruf-Monitor?


Er dient dazu, aktive Verbindungen anzuzeigen, die auf einem oder mehreren Servern laufen. Im Ruf-Monitor können Sie mithören und von Fall zu Fall Gespräche mitschneiden oder D-Kanal-Traces erzeugen.

Wie kann ich die Nutzungsrechte der Clients einschränken?


Sie können im Ruf-Monitor die Nutzungsrechte pro Arbeitsplatz einschränken. Klicken Sie dafür im Ruf-Monitor auf „Extra“ und dann auf „Beschränkte Nutzerschnittstelle“. Es öffnet sich der Dialog „Eingeschränkte Nutzerschnittstelle konfigurieren“. Wählen Sie das Passwort, mit dem die Beschränkung aufgehoben werden kann. Legen Sie fest, welche Berechtigungen im Ruf-Monitor an diesem Arbeitsplatz gelten sollen. Bestätigen Sie anschließend mit „Beschränken“.

Wie kann ich einstellen, daß nur ankommende Anrufe mitgeschnitten werden, die auf einer bestimmten Rufnummer eintreffen?


Wählen Sie in der Dienst-Konfiguration das gewünschte Gerät. Klicken Sie auf „Bearbeiten“ und wechseln auf die Reiterkarte „Prefilter-Regeln“. Sie brauchen drei Regeln:
  1. Klicken Sie auf "Neu". Geben Sie der Regel einen Namen, z. B. "Abgehend nicht mitschneiden". Entfernen Sie den Haken vor "speichern". Klicken Sie unterhalb von "Bedingungen" im Abschnitt "ISDN-Eigenschaften" auf die Drop-Down-Liste "Ruf-Richtung". Wählen Sie "ausgehende Rufe". Klicken Sie auf OK.
  2. Klicken Sie auf "Neu". Geben Sie der Regel einen Namen. Wenn Ihre Rufnummer z. B. 1234 lautet, nennen Sie die Regel "Ankommend 1234 speichern". Lassen Sie den Haken vor "speichern" stehen. Geben Sie in der Zeile "Zielrufnummer" Ihre Nummer 1234 ein. Entfernen Sie in derselben Zeile den Haken vor "anonymer Ruf erfüllt die Regel". Klicken Sie unterhalb von "Bedingungen" im Abschnitt "ISDN-Eigenschaften" auf die Drop-Down-Liste "Ruf-Richtung". Wählen Sie "eingehende Rufe". Klicken Sie auf OK.
  3. Klicken Sie auf "Neu". Geben Sie der Regel einen Namen, z. B. "Ankommend nicht speichern". Entfernen Sie den Haken vor "speichern". Klicken Sie unterhalb von "Bedingungen" im Abschnitt "ISDN-Eigenschaften" auf die Drop-Down-Liste "Ruf-Richtung". Wählen Sie "eingehende Rufe". Klicken Sie auf OK.
Die drei Regeln stehen nun in einer Liste untereinander. Ihre Reihenfolge ist wichtig. Zunächst sorgt "Abgehend nicht mitschneiden" dafür, daß kein abgehender Anruf mitgeschnitten und gespeichert wird. Dann sorgt "Ankommend 1234 speichern" dafür, daß Anrufe für 1234 gespeichert werden. Dann sorgt "Ankommend nicht speichern" dafür, daß Anrufe, die nicht schon aufgrund der vorigen Regel gespeichert sind, nicht gespeichert werden.

Falls Sie durch Klicken auf "Herauf" oder "Herunter" die Plätze der Regeln 2 und 3 vertauschen würden, würde gar nichts mitgeschnitten, weil durch die an zweiter Stelle stehende Regel auch der Mitschnitt an 1234 gelöscht würde und beim Durchlaufen der dritten Regel nicht mehr zum Speichern vorhanden wäre.

Kann ich die Software verwenden, um nur eine Liste ankommender und abgehender Anrufe zu erstellen, also ohne jedes Gespräch mitzuschneiden?


Ja. Wählen Sie in der Dienst-Konfiguration das gewünschte Gerät. Klicken Sie auf „Bearbeiten“ und wechseln auf die Reiterkarte „Prefilter-Regeln“. Setzen Sie dort die Minimaldauer und die Maximaldauer des Mitschnitts auf je 0 Sekunden:

Maximaldauer 0 Sekunden

Übertragen Sie die Änderung in das Gerät. Ab jetzt erscheinen in der Mitschnittliste alle Informationen zum Anruf, d. h. Datum, Uhrzeit, Anrufer-Rufnummer, angerufene Rufnummer, Gesprächsdauer, aber es wird keine Klangdatei gespeichert. Mittels des Ruf-Monitors können Sie trotzdem von Fall zu Fall ein Gespräch mitschneiden.

Wie müssen die LEDs des EyeSDN USB 1-PRI leuchten?


Es gibt vier Anzeigegruppen. Ihre Bedeutung von oben nach unten:
  1. USB: Rot=USB Error, gelb=USB Enabled, grün=USB Data OK. Für eine erfolgreiche Verwendung muß die LED grün leuchten.
  2. ISDN-Protokollschichten: Rot=Layer 1 Active, gelb=Layer 2 Active, grün=Layer 3 Active. Am Primärmultiplexanschluß ist im Ruhezustand nicht nur Layer 1, sondern auch Layer 2 aktiv. Sobald mindestens eine Verbindung besteht, ist Layer 3 aktiv. Für eine erfolgreiche Verwendung muß die LED gelb oder grün leuchten.
  3. Daten der Netzseite NT: Rot=LOS (Loss Of Signal), gelb=Any Signal (Datenübertragung zwar erkannt, aber kein korrektes Protokoll), grün=G.704 OK (Datenübertragsungsprotokoll korrekt). Für eine erfolgreiche Verwendung muß die LED grün leuchten. Wenn das nicht der Fall ist, ist das Gerät falsch angeschlossen, z. B. an einen Basisanschluß anstatt an einen PMX-Anschluß.
  4. Daten der Telefonanlagenseite TE: Rot=LOS (Loss Of Signal), gelb=Any Signal (Datenübertragung zwar erkannt, aber kein korrektes Protokoll), grün=G.704 OK (Datenübertragsungsprotokoll korrekt). Für eine erfolgreiche Verwendung muß die LED grün leuchten.
LED-Anzeigen am EyeSDN USB 1-PRI

Abgehende Anrufe werden nicht mitgeschnitten. In der Spalte "Richtung" des Rufmonitors zeigt ein Pfeil nach links, obwohl er nach rechts zeigen müßte. Woran liegt es?


Am Primärmultiplex-Anschluß sind die Adern der Sende- und der Empfangsrichtung vertauscht. Sie können nun entweder die Verkabelung korrigieren oder - einfacher - in der Dienstkonfiguration eingreifen. Auf der Reiterkarte "Allgemeine Einstellungen" sehen Sie folgenden Abschnitt:

LED-Anzeigen am EyeSDN USB 1-PRI

Setzen Sie den Haken vor "TE und NT vertauschen". Starten Sie danach das Gerät neu.

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Stand vom 21.07.2016