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Talkmaster-Callcenter: Anruf von 0800

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Anruf von 0800 - wer steckt dahinter?

Foto DVD-Umschlag Talkmaster-Callcenter in neuem Browserfenster

Das erlebt man seit dem Jahr 2009 immer öfter: Jemand ruft an und legt nach wenigen Sekunden auf. Wenn man rechtzeitig das Telefon abnimmt, hört man nichts. Immerhin: Die Rufnummer des Anrufers ist übertragen worden. Sie beginnt meistens mit 0800, manchmal mit 0180. Was tun? Hat man einen Anruf verloren? Hat man gar das große Glück verpaßt, weil man soeben über einen Lottogewinn hätte informiert werden sollen?

Cold Call

Die Antwort ist ernüchternd: Man hat nur einen Werbeanruf verpaßt. "Verpaßt" ist nicht einmal das richtige Wort, denn es hat ein Automat angerufen, und das frühe Auflegen ist programmiert. Solche Anrufe heißen "Ping-Anrufe", weil die Absender auf "Pong" hoffen, d. h. auf Reaktions-Anrufe. Callcenter-Betreiber verwenden die Masche, um "Cold Calls" in ankommende Anrufe zu verwandeln. In Deutschland sind "Cold Calls", d. h. Werbeanrufe bei Nicht-Kunden, genauso verboten wie Werbeanrufe bei Kunden, die nicht eingewilligt haben. Wenn aber der Umworbene selbst anruft, kann das Werbegespräch legal beginnen.

Auch psychologisch hat die Methode für das Callcenter einen Vorteil. Denn der Anrufer hat die Initiative ergriffen, hat die Zeit selbst gewählt und ist weniger auf Abwehr eingestellt, als es bei einem ankommenden Anruf der Fall wäre.

Massenanruf

Eine andere Methode hat das Ziel, den einzelnen Callcenter-Mitarbeiter möglichst viele Telefonate führen zu lassen. Zu dem Zweck ruft der Wählautomat mehrere Rufnummern gleichzeitig an. Sobald an einer der Rufnummern jemand abnimmt, stellt der Automat das Gespräch an den Mitarbeiter durch und gibt die Versuche an den anderen Rufnummer auf.

Auftraggeber der Callcenter, die so vorgehen, sind z. B. Banken, Versicherungen und Telekommunikationsunternehmen. Auch Gewinnspielunternehmen nutzen den Trick.

Telefon-Spam melden

In Verbindung mit SMS-Nachrichten ist die Methode seit längerem bekannt: Man erhält eine Nachricht mit der Aufforderung, eine kostenpflichtige Rufnummer anzurufen. Auf der Website der Bundesnetzagentur gibt es ein Webformular, mit dessen Hilfe man den Mißbrauch melden kann. Der Unterscheid in der neuen Methode ist, daß es sich hier um eine kostenlose Rufnummer handelt, was die Hemmschwelle senkt, dort anrufen.

Namen herausfinden und speichern

Das anrufende Unternehmen muß immer die eigene Rufnummer übertragen, nicht die seines Auftraggebers. Anwendern des Talkmaster-Callcenters, die einen solchen Anruf in der Anrufliste finden, gibt das die Möglichkeit, den Namen und einen passenden Kommentar (z. B. "Werbeanruf, nicht annehmen") in der Datenbank zu speichern. Bei jedem Wiederholungsanruf wird der Hinweis am Bildschirm angezeigt. Möglich ist auch, die Nummer auf die Ignorieren-Liste zu setzen.

Wie aber findet man heraus, wer hinter der Nummer steckt? Es gibt drei Möglichkeiten:

  1. Man ruft die Nummer an. Ein 0800-Anruf kostet zwar Zeit, aber wenigstens nicht das eigene Geld.
  2. Man sucht auf whocallsme oder auf anderen Websites, ob die Nummer bekannt ist. Whocallsme behandelt zwar vorrangig US-amerikanische Rufnummern, aber auch deutsche Nummern kommen vor. Zudem wird das Thema in verschiedenen Blogs behandelt. Häufig geben die Websites allerdings nur Mutmaßungen der Nutzer wider.
  3. Sofern die Rufnummer mit 0180 beginnt, gibt die Bundesnetzagentur auf Verlangen Auskunft darüber, bei welchem Netzbetreiber die Rufnummer geschaltet ist. Über den Netzbetreiber läßt sich "bei berechtigtem Interesse" der Rufnummern-Inhaber herausfinden.

Wer vermeiden möchte, daß der Anruf im Talkmaster-Callcenter angezeigt wird, setzt die Rufnummer auf die Ignorieren-Liste. Dann nimmt das Programm den Anruf nicht an.

Name und Kommentar zum Anruf anzuzeigen, ist übrigens auch mit den Programmen Talkmaster-Anrufmonitor und Talkmaster-Zentrale, Premium-Ausgabe möglich.

Stand vom 01.08.2013